| Der Preis in der schweizerischen Hochschullandschaft |
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Man ahnt es schon, wenn man sich das typische Profil der Preisträger ansieht: Die grosse Mehrheit der Preisträger schufen ihre Arbeiten, für die sie mit dem Preis ausgezeichnet wurden, an den kantonalen Universitäten, an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen oder an stark mit den Hochschulen verbundenen Instituten wie beispielsweise dem ISREC (Schweizerisches Krebsforschungsinstitut Lausanne). Nur gerade sechs Preise gingen jemals an Forschende aus der Privatindustrie: 1942 an Arthur Stoll (Sandoz AG), 1959 an Albert Wettstein (Ciba AG), 1978 an Niels K. Jerne (Basel Institute for Immunology, eine heute aufgehobene Stiftung von Hoffmann-LaRoche) und 1986 an Johannes G. Bednorz und Karl A. Müller (IBM Forschungslaboratorium Rüschlikon/Zürich). Ferner war ein Preisträger zum Zeitpunkt seiner Wahl Bundesangestellter (Friedrich T.Wahlen, Preis 1940, Eidgenössisches Kriegsernährungsamt). All diese Laureaten verfolgten daneben aber auch eine akademische Laufbahn und wurden deshalb in der folgenden Analyse mit den restlichen «rein akademischen» Kollegen zusammengenommen. Die Aufteilung der von 1920 bis 2008 verliehenen 103 Preise auf die schweizerischen Hochschule ergibt eine klare Führung der Universität Zürich und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich mit 24 bzw. 22 Preisen. Danach folgen die Universitäten Lausanne (15 Preisträger), Basel (13 Preisträger), Bern (13 Preisträger) und Genf (10 Preisträger). Am Schluss der Rangliste befinden sich die Universitäten Freiburg (4 Preisträger), Neuenburg (1 Preisträger) sowie die ETH Lausanne (EPFL; 1 Preisträger). Die Universitäten Freiburg und Neuenburg verfügen über keine medizinische Fakultät, was die geringe Anzahl ihrer Preisträger erklären mag, da die Medizin, wie wir gesehen haben, sehr oft mit dem Preis bedacht wurde. Die schwache Position der EPFL hängt vermutlich mit der Tatsache zusammen, dass sie erst 1971 zu einer eidgenössischen Hochschule wurde und die Grundlagenforschung erst in letzter Zeit ausgebaut hat; schaut man sich nämlich die preisgekrönten Arbeiten ihrer grossen Schwester in Zürich an, so stellt man fest, dass nahezu alle Preise an die Grundlagenforschung gingen und nicht an die Ingenieurwissenschaften, an das Gebiet also, auf dem die EPFL bis vor kurzem hauptsächlich aktiv war. Das Fehlen von Preisträgern der Universitäten St.Gallen, Luzern und der italienischen Schweiz lässt sich durch die Tatsache erklären, dass die Geistes- und Sozialwissenschaften erst ab 1997 berücksichtigt wurden und dass Luzern und Lugano erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts als Universitäten anerkannt wurden.
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