Qualität steht an erster Stelle
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In seinem Testament definierte Marcel Benoist auf zweckorientierte Weise, welche Arbeiten für seinen Preis in Frage kommen sollten: «…die nützlichste wissenschaftliche Erfindung, Entdeckung oder Studie, die insbesondere für das menschliche Leben von Bedeutung ist». Bevor eine Arbeit jedoch nützlich sein kann, muss sie gut sein. Und somit lag es am Stiftungsrat, die Kriterien für die Bewertung der Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit zu definieren.
Originalität, Innovationskraft und Wirkung: Diese drei Kriterien setzten sich von Anfang an durch und erklären vermutlich, warum fast alle prämierten Arbeiten zur Grundlagenforschung zählen, zumindest teilweise. Zwar finden sich unter den Preisträgern auch praktizierende Ärzte, Kliniker und Chirurgen; sieht man sich jedoch die Begründungen für die Preisvergabe an diese Laureaten näher an, so wurden sie nicht in erster Linie wegen ihrer hervorragenden praktischen Fähigkeiten mit dem Preis bedacht, wiewohl «für das menschliche Leben von Bedeutung», sondern vielmehr, weil ihre Arbeit einen neuen und originellen Diagnose-, Behandlungs- oder Präventionsansatz darstellte.
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Erste Seite (1920) des Goldenen Buchs, in das die Namen aller Preisträger eingetragen werden.
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Das Goldene Buch mit dem Eintrag aus dem Jahr 2006.
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Im Übrigen setzte damals wie heute das Kriterium der Wirkung notwendigerweise voraus, dass ein Kandidat für den Marcel-Benoist-Preis über internationales Ansehen in der Scientific Community verfügt. Aus diesem Grund hat es sich der Stiftungsrat zur Gewohnheit gemacht, alle Kandidaturen nicht nur von in der Schweiz arbeitenden Experten prüfen zu lassen, sondern auch von ausländischen Gelehrten.
Der Stiftungsrat hat die genannten drei Kriterien stets konsequent angewendet, wobei er die Bewertungsinstrumente durchaus den Besonderheiten der verschiedenen Disziplinen anzupassen verstand. Oftmals liess er sich dabei von der Formel leiten, die Prof. Ewald Weibel, Preisträger des Jahres 1974 sowie Stiftungsrat und Vizepräsident von 1987 bis 1999, definiert hatte. Danach muss eine Arbeit, die den Marcel-Benoist-Preis verdient, (1) auf einer originellen und innovativen Idee beruhen, (2) den Weg zur Verifizierung dieser Idee aufzeigen, (3) einige Schritte auf diesem Weg machen und (4) die anderen auf diesem Weg mitnehmen.
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